Das Pfarrhaus

Über das Pfarrhaus in Simmozheim finden sich in früheren Unterlagen, den sogenannten Lagerbüchern, nur wenige Angaben.

Erstmals erwähnt wird das Pfarrhaus im Heiligenlagerbuch im Jahr 1745 und im Jahr 1755 als Eigentum des Klosters Herrenalb. Laut einer Eintragung aus dem Jahr 1787 schien das Gebäude recht baufällig zu sein.

Am 27. März 1803 brannte das Pfarrhaus nieder und wurde 1804 und 1805 wieder aufgebaut.

Im Jahr 1826 musste das Dach umgedeckt und mit neuen Schindeln belegt werden.

Um 1834 wurde berichtet, dass sich das Pfarrhaus gegen Süden und Osten merklich senkte und etliche Folgeschäden auftraten, so dass der damalige Pfarrer nur noch eine Wohnstube nutzen konnte.

Im Jahr 1893 erfolgte der Umbau des Pfarrhauses und der angrenzenden Scheune und im folgenden Jahr 1894 wurde eine Wasserleitung ins Pfarrhaus gelegt. Elektrische Beleuchtung kam 1912 hinzu.

Ein Gemeindesaal wurde im Jahr 1930 ins Pfarrhaus eingebaut.

Die alte Pfarrscheuer aus dem Jahr 1790 wurde 1965 abgebrochen und im Zuge dieser Baumaßnahmen wurde der Pumpbrunnen zugeschüttet.

Eine gründliche Renovierung des Pfarrhauses und ein Umbau des gewölbten Kellers zu einem Jugendraum erfolgte dann von 1981 bis 1983.

2016 wurde die Pfarrwohnung komplett renoviert.

Ingeborg Böhmert

Literatur: Simmozheim, Geschichte und Geschichten, 1997