Die Dreifaltigkeitskirche

Das markanteste Wahrzeichen des Ortes, unsere Dreifaltigkeitskirche, steht mitten im Ort, leicht erhöht auf dem nördlichen Rand des Talgrunds. Auch nachts ist ihr angestrahlter vierkantiger Turm weithin sichtbar. Die Dreifaltigkeitskirche wurde im Jahr 1497 anstelle einer Vorgängerkirche errichtet. An das vorhandene kleine Kirchenschiff wurde im Jahr 1748 ein großes Kirchenschiff angebaut. In diesem Jahr wurde die Kirche eingeweiht. Der bisherige Turm wurde 1758/66 durch den heutigen ersetzt. Im Jahr 1919 und 1920 erhielt die Kirche eine erneuerte Empore und ein neues Gestühl. Mit der Außenerneuerung der Kirche wurde 1963 begonnen. In Simmozheim war in Jahren 1963 und 1964 Werner Hermann Riethmüller aus Stuttgart-Feuerbach der planende und leitende Architekt und die Kirche wurde renoviert. Die Innenerneuerung begann nach Ostern 1964. Die Empore wurde herausgenommen. Die Kirche erhielt neu verglaste Fenster und die Westseite wurde neu gestaltet. Dort befindet sich nun ein silbernes Kreuz vor einem farbigen Hintergrund, ebenso Altar, Taufstein und Kanzel (Entwurf: Rudolf Yelin der Jüngere). Der Hauptzugang wurde an die Ostseite verlegt. Diese Veränderungen sollten den völligen Neubeginn nach dem Zweiten Weltkrieg symbolisieren. In den achtziger Jahren wurde die von 1907 stammende Orgel überholt und ergänzt. Seit Ostern 1985 ist vom Kirchturm ein Vierergeläut zu hören. Bis dahin bestand das Geläut aus drei Glocken: der wertvollen Betglocke und der Kreuzglocke aus dem Jahr 1525 und der Zeichenglocke von 1889. Dazu kam im Jahr 1985 die Taufglocke. Das eindrucksvolle Geläut lädt nun weithin ein zum Besuch der Gottesdienste und lässt durch die verschiedenen Klänge die Gemeinde Anteil nehmen an Freude und Leid im Ort.

Ingeborg Böhmert

Literatur: Simmozheim, Geschichte und Geschichten, 1997